Tourismus kann wichtige soziale, kulturelle und wirtschaftliche Impulse geben. Wenn sich jedoch zu viele Besucher*innen auf dieselben Destinationen konzentrieren, kann dies lokale Gemeinschaften, Wohnraum, natürliche Ressourcen und Ökosysteme belasten. Gleichzeitig bleiben viele kleinere Städte und weniger besuchte Regionen außerhalb der wichtigsten Tourismusströme. Die Europäische Kommission bezeichnet dieses Ungleichgewicht als „unbalanced tourism growth" und empfiehlt unter anderem, Tourismus räumlich stärker zu verteilen, Angebote außerhalb der Hauptsaison zu entwickeln und die Vielfalt touristischer Erlebnisse zu erhöhen.
People over Tourism setzt an diesem Ungleichgewicht an und untersucht, wie Tourismus ausgewogener und regenerativer gestaltet werden kann. Statt lediglich alternative Reiseziele zu bewerben oder Nachhaltigkeit auszuzeichnen, geht es darum, weniger besuchte Orte für Reisende attraktiv, bedeutungsvoll und erlebbar zu machen. Ausgehend vom Ansatz des New European Bauhaus verbindet das Projekt dabei Nachhaltigkeit mit Ästhetik, kultureller Identität und sozialer Teilhabe.
Das Projekt arbeitet auf drei miteinander verbundenen Ebenen:
Indem das Projekt Weiterbildung, lokales Wissen, Kultur, Ernährung und ökologische Nachhaltigkeit verbindet, möchte People over Tourism zu einer ausgewogeneren Verteilung des Tourismus beitragen und neue Möglichkeiten schaffen, Besucher*innen mit weniger bekannten Orten und den dort lebenden Menschen zu verbinden.
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.